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Projekt 1

2021 war die Welt der Gebäudetechniker noch einigermassen in Ordnung...

Grossüberbauung in Pratteln

Damals (2021) hat der Staat nicht vorgeschrieben, welches System für eine optimale Energieversorgung zu wählen ist. Öl, Gas, Luft-/Wasser-Wärmepumpe, Holzfeuerung, Erdwärme, Fernwärme, thermische Solarenergie oder Kombinationen daraus – sehr vieles war grundsätzlich möglich. Dank dieser unternehmerischen Freiheiten konnte für die Grossüberbauung an der Ecke Augsterhegli-/Siebenjurtenstrasse in Pratteln eine Pionierleistung erbracht werden, die ihresgleichen sucht. Mit dem Energiekraftwerk der Omlin Systems AG werden 64 Wohnungen übers Jahr gesehen zu 55 bis 60 Prozent über Sonnenenergie mit Warmwasser versorgt. Die restliche Energie liefert das Fernwärmenetz der Elektra Baselland (ebl).

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«Grosse Schwierigkeiten»

Die Anlage mit Pioniercharakter ist im Auftrag der «Sowag AG für sozialen Wohnungsbau» entstanden, vertreten durch Paul Rüst. Der Sowag-Präsident ist froh, dass das Energiesystem für die grosse Sowag-Überbauung bereits 2021 gebaut wurde und problemlos läuft. Aktuell stehen Genossenschaften oder Stockwerkeigentümergemeinschaften (STWG) nämlich vor dem Problem, dass der Bau von fossilen Heizungen ab Anfang Januar 2026 im Kanton Baselland verboten ist. «Das Technologieverbot stellt viele Hauseigentümer vor grosse Schwierigkeiten. Oft wären nämlich fossile Heizungen nach wie vor sehr sinnvoll – vor allem mit Blick auf die viel tieferen Investitionskosten», sagt Heizungsspezialist Martin Omlin von Omlin Systems. Wärmepumpensysteme kosten gemäss dem Fachmann bei grösseren Überbauungen ab 20 bis 30

Wohnungen bis zu dreimal mehr als ein System mit fossilen Energieträgern. Auch Systeme mit Fernwärme sind teurer, weil die jährlichen Anschlussgebühren und Energiekosten rasch zu Buche schlagen.

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Gasheizungen mit dem Bezug von 100 % Biogas sind noch immer möglich!

Gasheizungen sind in Kombination mit einer thermischen Solaranlage für grössere Projekte im Baselbiet noch immer möglich, falls sie mit 100 % Biogas betrieben werden. Für die Hausbesitzer/-innen eine einmalige Chance noch immer auf verhältnismässig kostengünstige Energiesysteme setzen zu können, die sich rechnen. Vorausgesetzt, dass die neue Gasheizung mit 100 % Biogas betrieben wird, was doppelte Energiekosten zur Folge hat. Es sind die Mieterinnen und Mieter, die für diese Energiekosten aufkommen müssen.

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